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Einleitung - Windablagerungen und Dünen

(Obst 2022)

Einleitung

Windablagerungen sind das Ergebnis des äolischen Transportes von Sandkörnern und Schluffpartikeln entweder fliegend bzw. schwebend in der Luft oder rollend/springend (saltierend) am Boden. Windablagerungen weisen daher ein sehr eng begrenztes Korngrößenspektrum auf. Besonders charakteristisch sind Maxima der Korngrößenverteilung einerseits im Grobschluffbereich (Löss) und andererseits im Bereich des groben Feinsandes bis feinen Mittelsandes (Flugsand). Aufgrund von Sortierungseffekten lassen sich weitere verschiedene Typen von Windablagerungen voneinander abgrenzen (Sandlöss, Lösssand oder Sandstreifenlöss).

Die äolischen Sedimente werden flächig abgelagert oder bilden lokale Geländeformen mit welliger bis hügeliger Oberfläche (Dünen). Aufgrund unterschiedlicher Bildungsräume und Liefergebiete kann zwischen Binnendünen und Küstendünen unterschieden werden.

Dünen entstehen insbesondere, wenn keine Pflanzendecke die Erdoberfläche vor Winderosion (Ausblasung) schützt. Ihre Bildung ist an Zeiten mit kaltzeitlichen Klimabedingungen oder ausgedehnter Rodungen für landwirtschaftliche Zwecke gebunden. Sie weisen charakteristische Formen auf (z. B. Längs- oder Querdüne, Sicheldüne, Parabeldüne) und sind teilweise regelmäßig angeordnet.

Der früher ebenfalls den Windablagerungen zugeordnete Lösslehm entsteht durch Entkalkung und Verlehmung von Löss unter feuchten Klimabedingungen. Er gehört daher zu den Verwitterungs- und Rückstandsbildungen.

Windablagerungen unterscheiden sich von Tephren, deren Material zwar auch aus der Luft abgesetzt ist, aber durch vulkanische Explosionen in großen Massen gleichzeitig emporgeschleudert wurde und anschließend, der Schwerkraft folgend, wieder absank, wobei lateraler Transport nicht ausgeschlossen ist

(Letzte Aktualisierung dieser Seite: Last update : 04.10.2022 10:07:12)
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