Ziele
  Bohrungen
  Gefüge
  Genese
  Bayern
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Karbon
  Devon
  Silur
  Kambrium
  Berlin
  Quartär
  Hamburg
  Hessen
  Tertiär
  Perm
  Karbon
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Karbon
  Devon
  Saarland
  Sachsen
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Karbon
  Devon
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Glossar
Glossar

GLOSSAR ZUR GEOLOGISCHEN KARTIERANLEITUNG


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

WICHTIGER HINWEIS: Das Glossar bezieht sich ausschließlich auf die geologische Kartierung und ihre Produkte, so dass auf den Zusatz "geologisch" weitgehend verzichtet wurde (z. B.: "Grundkarte" = "Geologische Grundkarte", "Kartenblatt" = "Geologisches Kartenblatt, etc.).

A
Abgedeckte Karte

Darstellung der Verbreitung und Lagerung tiefer liegender Gesteinseinheiten unter Abdeckung, d. h. Wegnahme ausgewählter Einheiten (z. B. Abdeckung der quartären oder känozoischen Bildungen).

Aufschluss

Beobachtungspunkt im Gelände, an der das Gestein dauerhaft oder temporär zugänglich ist. Man unterscheidet natürliche Aufschlüsse (z. B. Felswände, Steilufer, Hangrutsche) und künstliche (z. B. Rohstoffabbaue über und unter Tage, Baugruben, Böschungen, usw.). Im weiteren Sinne werden auch Bohrungen zu den Aufschlüssen gerechnet (Bohraufschluss).

Anm.: In den meisten Lexika wird der Begriff nur auf die Erdoberfläche bezogen, also nicht auf Tiefbaue und Bohrungen.

B
Begriffsliste

Einfache oder hierarchisch gegliederte Liste von Fachbegriffen zu einem bestimmten Thema, meist mit weiterführenden Angaben (z. B. Kürzel, Erläuterung der Begriffsinhalte, Literatur).

Blockbild

Perspektivische, zweidimensionale Darstellung eines dreidimensionalen Körpers. Das Blockbild erleichtert die Vorstellung der räumlichen Lagerungsverhältnisse der Gesteinskomplexe wesentlich.

D
Darstellungselement

Auf der Karte, im Schnitt oder Säulenprofil dargestellte Fläche, Linie oder Punkt mit geologischem Inhalt (z. B. geologische und tektonische Grenzen, Aufschlüsse, Bohrungen). Wichtigstes Darstellungselement einer Grundkarte ist die Verbreitung der geologischen Kartiereinheiten.

Digitales Raummodell (3-D-Modell)

Virtuelles Modell der räumlichen Struktur des geologischen Untergrundes, das auf der Basis möglichst aller verfügbaren Höhen- (digitales Geländemodell) und Teufeninformationen sowie geologischen Informationen eines Bearbeitungsgebietes DV-technisch erzeugt wird.

F
Flächeneinheit

Auf der Karte, im Schnitt oder Säulenprofil als Fläche dargestellter geologischer Körper mit charakteristischen Merkmalen. Die Flächeneinheiten werden in der Legende mit einem Kästchen dargestellt und kurz erläutert.

Anm.: Nicht alle Legendeneinheiten sind Flächeneinheiten.

G
Generallegende

Die Generallegende ist eine Zusammenstellung und Beschreibung aller in den einzelnen Blattlegenden eines Kartenwerkes aufgeführten Legendeneinheiten.

Geologische Einheit

Lithologisch, lithostratigraphisch, biostratigraphisch oder allostratigraphisch (mit Hilfe von Leithorizonten) abgrenzbarer geologischer Körper mit geochronologischem Bezug. Zur Charakterisierung und Definition werden ggf. auch genetische, klimatostratigraphische, paläogeographische oder tektonische Aspekte herangezogen.

Geologische Karte

Auf der Geologischen Karte werden die bei der Kartierung abgegrenzten geologischen Kartiereinheiten, gegliedert nach Stratigraphie, Lithologie und Genese, sowie deren Lagerungsverhältnisse in einem flächendeckenden und logischen Bild dargestellt. Damit zeigt die Geologische Karte die in die Fläche projizierte Modellvorstellung der dreidimensionalen Verbandsverhältnisse und des Strukturbaus des Aufnahmegebiets. Das einzelne Kartenblatt besteht i. d. R. aus dem Blattspiegel und den Darstellungen auf dem Kartenrand.

Geologische Landesaufnahme

Systematische flächendeckende Erkundung, Beschreibung und Darstellung der geologischen Verhältnisse. Die Geologische Landesaufnahme ist die Kernaufgabe der Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer in Deutschland. Sie stellt der Öffentlichkeit die notwendigen Kenntnisse, Informationen und Daten über den geologischen Aufbau der Länder zur Verfügung und liefert die Grundlagen für die Bearbeitung praktischer Fragestellungen der angewandten Geologie (z. B. Rohstoffe, Baugrund, Grundwasser) sowie für die Erarbeitung thematisch abgeleiteter Karten. Die Geologische Landesaufnahme trägt wesentlich zur Grundlagenforschung bei und dient damit auch dem wissenschaftlichen Fortschritt.

Geoobjekt

Zu beschreibender realer oder abstrakter Gegenstand mit geowissenschaftlichen Informationen.

Gesteinseinheit

Durch mindestens eine Eigenschaft (z. B. Lithologie) von den Nachbarbereichen unterschiedener Teil der Erdkruste, unabhängig von seiner Ausdehnung oder räumlichen Verteilung.

Graphisches Element

Mittel zur graphischen Wiedergabe von Geoinformationen auf der Karte, im Schnitt oder Säulenprofil (z. B. Signaturen, Linienelemente, Flächenfarben).

Graphisches Zeichen

(Einzel-)Signatur für punktförmig dargestellte Elemente auf der Karte, im Schnitt oder Säulenprofil (z. B. Fundpunkt, Doline, Bergbau, Streich- und Fallrichtung), siehe auch Symbol.

Grundkarte

Karte der an der Oberfläche anstehenden geologischen Bildungen (im Lockergesteinsbereich oft mit Mehrschichtdarstellungen bis 2 m Tiefe).

Anm.: In der GeoKA wird der Begriff "Geologische Grundkarte" nur auf das Kartenfeld bezogen.

K
Kartenblatt, Blattrand, Blattrandlinie, Blattspiegel, Kartenfeld, Kartenrahmen, Kartenrand

Ein Kartenblatt ist im Allgemeinen ein einzelnes Blatt eines Kartenwerkes. Es ist das Produkt der geologischen Kartierung des Blattgebietes. Das Kartenblatt besteht aus dem Blattspiegel und dem Blattrand, die durch die Blattrandlinie voneinander getrennt sind. Der Blattspiegel ist ganz oder teilweise durch das Kartenfeld ausgefüllt, das die eigentliche kartenmäßige Darstellung der geologischen Verhältnisse auf einer topographischen Grundlage beinhaltet. Der Blattrand wird in Kartenrahmen und Kartenrand unterteilt. Im Kartenrahmen sind z. B. Koordinaten und die Namen der Nachbarblätter angegeben. Auf dem Kartenrand sind u. a. verzeichnet: Legende, Schnitt, Mächtigkeitssäule, Titel und Erscheinungsjahr, Angaben zur wissenschaftlichen und kartographischen Bearbeitung, zur topographischen Grundlage und zur Redaktion.

Karteneinheit/-element

Darstellungselement auf geologischen Karten, Bestandteil des Karteninhaltes.

Karteninhalt

Gesamtheit der auf einer geologischen Karte enthaltenen Darstellungselemente.
Kartiereinheit

Im Gelände kartierbare Gesteinseinheit oder -abfolge mit ähnlichem lithologischem Aufbau und stratigraphischem Umfang. Sie muss eine Mindestausdehnung aufweisen, die in Abhängigkeit vom Maßstab eine Darstellung in der Karte als Fläche oder Linie erlaubt.

Konzeptkarte

Die durch Kompilation verfügbarer Unterlagen im Vorfeld einer amtlichen Geländeaufnahme erstellte Karte. Die Konzeptkarte spiegelt den aktuellen geologischen Kenntnisstand wider und enthält alle für die Kartierung relevanten Informationen.

Kürzel

Kurzzeichen für einen geologischen Begriff zur Abkürzung von Dateneingaben oder zur Kennzeichnung in Karten und Abbildungen, z. B. für die Kartiereinheiten und Legendeneinheiten geologischer Karten. In Kombination mit den zugehörigen Klartextbegriffen bilden die Kürzel den Kern von Begriffslisten und Schlüssellisten.

L
Legende

Erläuterung der in Karte, Säulenprofil und Schnitt enthaltenen Darstellungselemente. Die Legende enthält die Kurzbeschreibung der Legendeneinheiten und verbindet dabei Kästchen (mit Flächenfarbe, Signatur, ggf. Kürzel), ggf. auch graphische Zeichen ohne Kästchen, mit Text zur Stratigraphie, Ausbildung und Genese der Gesteine. Die Legende wird, soweit möglich, stratigraphisch geordnet und beginnt mit dem jüngsten Element links oben.

Legendeneinheit

In der Legende durch Kästchen und Text erläutertes Darstellungselement.
Linienelement

Als Linie wiedergegebenes Darstellungselement (z. B. geologische und tektonische Grenzen).
M
Mächtigkeitstafel/-säule

Stratigraphisches Säulenprofil auf dem Rand einer geologischen Karte, das die zeitliche und z. T. auch räumliche Aufeinanderfolge der geologischen Bildungen des Blattgebiets veranschaulicht. Die mittleren Mächtigkeiten der Schichten werden maßstabsgetreu dargestellt. Die unterschiedlichen tatsächlichen Mächtigkeiten können seitlich angeschrieben werden. Bei stark differierenden geologischen Verhältnissen im Blattgebiet können mehrere Mächtigkeitstafeln erforderlich sein.

N
Normalprofil

Idealisierte Darstellung der für ein Gebiet typischen Schichtenfolge mit Angaben zu Lithologie, Mächtigkeiten, Fossilinhalt und anderen für die entsprechende Gesteinsabfolge relevanten Daten. Die Darstellung erfolgt maßstabsgetreu, meist in Form eines Säulenprofils.

P
Paläogeographische Einheit

Geographischer Ablagerungs- oder Bildungsraum von Gesteinskörpern in der erdgeschichtlichen Vergangenheit, der durch weitgehend einheitliche Verhältnisse charakterisiert ist.

R
Referenzprofil

Typisch ausgebildete geologische Gesteinsabfolge, meist an einem bestimmten (Bohr-) Aufschluss, die zur Deutung und Einstufung der Gesteinspakete anderer Profile nach stratigraphischen, petrographischen oder tektonischen (in Einzelfällen auch anderen) Gesichtspunkten herangezogen werden kann.

S
Säulenprofil

Graphische Darstellung einer stratigraphisch und/oder lithologisch untergliederten Schichtenfolge sowie ggf. Zusatzinformationen (z. B. Probennahmepunkte, Grundwasserstände) in Form einer Säule. Erosionsresistente harte Schichten können gegen erosionsgefährdete weiche Schichten durch eine unregelmäßige Randbegrenzung angedeutet werden. Eine Sonderform des Säulenprofil bilden die Mächtigkeitstafeln/-säulen auf dem Rand von geologischen Karten.

Schichtdaten

Die Schichtdaten kennzeichnen die in einem Aufschluss bzw. in einer Bohrung beobachtete Schichtenfolge (z. B. Teufenlage, Mächtigkeit, Stratigraphie, Lithologie, Genese.)

Schichtfolge (= Schichtenfolge)

Bezeichnung für eine Abfolge von Gesteinseinheiten unterschiedlicher lithologischer Ausbildung (Geologischer Einheiten).

Schlüsselliste

Tabellarische Auflistung, in der Schlüssel (z. B. Zahlencode, Kürzel) und zugehöriger Klartext erläuternd nebeneinander gestellt sind.
Schnitt (= Profilschnitt)

Zweidimensionale maßstabsgetreue Darstellung der geologischen Verhältnisse im Verlauf einer festgelegten Linie (Schnittlinie), meist anhand von Bohrungen und geophysikalischen Indikationen. Zu jedem Blatt der GK 25 muss mindestens ein Schnitt angefertigt werden, der die Lagerungsbeziehungen zwischen den wesentlichen Gesteinseinheiten zeigt und den Strukturbau charakteristisch wiedergibt.

Signatur

Flächenhaft verwendete graphische Elemente verschiedener Form, Farbe und Anordnung, die meist in Kombination mit Flächenfarben zur Darstellung von Flächeneinheiten dienen.

Anm.: In der GeoKA werden auch die graphischen Zeichen für Fundpunkte, Streich- und Fallwerte etc sowie Flächeneinschreibungen zu den Signaturen gerechnet.

Stammdaten (= Titeldaten, Kopfdaten)

Allgemeine und fachspezifische Angaben, die zur Identifikation einer Bohrung bzw. eines Aufschlusses dienen. Zu den allgemeinen Stammdaten gehören u. a. Bohrarchiv-Nr., Koordinaten, Höhe des Ansatzpunktes über NN. Fachspezifische Stammdaten sind z. B. Bohrverfahren, Autor des Schichtenverzeichnisses, Zweck der Bohrung.

Symbol

Graphisches Zeichen, z. T. in Kombination mit Nummern und/oder Buchstaben zur Wiedergabe spezieller punkt-, linien- oder flächenbezogener Geoinformationen (z. B. über Bohrungen, Bergbau, geomorphologische Formen).

Anm.: Der Begriff wurde früher z. T. im Sinne von "Flächeneinschreibung (=Kürzel)" benutzt.

T
Tektonische Einheit

Gebiet mit tektonisch weitgehend einheitlichem Baustil.
(Letzte Aktualisierung dieser Seite: Last update : 05.01.2015 10:53:36)
© AG Geologie