Ziele
  Bohrungen
  Gefüge
  Bayern
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Karbon
  Devon
  Silur
  Kambrium
  Berlin
  Quartär
  Hamburg
  Hessen
  Tertiär
  Perm
  Karbon
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Karbon
  Devon
  Saarland
  Sachsen
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Karbon
  Devon
  Quartär
  Tertiär
  Kreide
  Jura
  Trias
  Perm
  Glossar
Fachliche Grundlagen > Genese und Geogenese > Geogenetische Definition > Lockergesteine > Einleitung-Ausfaellungsbildungen

Ausfällungsbildungen

Einleitung
KATZSCHMANN, L.
(überarbeitete Version, basierend auf Hinze et al. 1989)

Unter Ausfällungsbildungen werden hier Sedimentgesteine subsumiert, die in terrestrischem Umfeld an oder in der Nähe der Erdoberfläche durch Ausfällung aus wässrigen Lösungen entstehen. Ausfällungsgesteine in Höhlen (z.B. Höhlensinter) werden bei den Höhlenbildungen beschrieben.

Von gesteinsbildender Bedeutung sind vor allem Eisenverbindungen und Kalziumkarbonat.

Zu ersteren zählen insbesondere rötlichbraune bis dunkle, zumeist poröse, lockere bis verfestigte Eisen-/Manganausfällungen (z. B. Raseneisenstein, Ortstein). Eisenausfällungen entstehen in großflächigen Grundwasseraustritten (z. B. Quellen, feuchte Niederungen), in denen Grundwässer mit hohen Gehalten an gelösten zweiwertigen Eisenverbindungen an die Oberfläche treten und dort unter Sauerstoffeinfluss hydroxidische Eisenverbindungen ausfallen (Eisenocker). Eisenausfällungen entstehen ebenfalls in grundwasserbeeinflussten Gesteinen. Treten dort eisenreiche Grund-, Sicker- bzw. Bodenwässer innerhalb des Schwankungsbereiches der Grundwasseroberfläche mit sauerstoffhaltiger Bodenluft in Kontakt, führt das ebenfalls zur Ausfällung von hydroxidischen Eisenverbindungen (diffus, Knollen, Krusten).

Die zweite große Gruppe der Ausfällungsbildungen sind die Süßwasserkarbonate. Sie umfassen zumeist grauweiße bis beigebraune, erdige, grobporöse bis fast dichte, massige Kalkgesteine (z. B. Wiesenkalk, Travertin) des terrestrischen Bildungsraums. Süßwasserkarbonate können entstehen durch Ausfällung von Kalziumkarbonat innerhalb von Gesteinen in Oberflächennähe (z. B. beim Kapillaraufstieg kalkhaltigen Grundwassers -  Wiesenkalk) oder durch Ausfällung an oder im Umfeld von natürlichen oder künstlichen Grundwasseraustrittstellen (Quellen, Teiche) sowie Wasserfällen (z. B. Travertin). Erwärmung des kühlen Grundwassers und Druckentlastung führen zu CO2-Abgabe und damit zur Karbonatausfällung. Vielfach spielt auch die assimilierende Tätigkeit von Pflanzen und Mikroorganismen bei der Entstehung eine entscheidende Rolle.

Bei Kieselausfällungsgesteinen (z. B. Geyserit (Kieselsinter/Opalsinter)) handelt es sich um Ausfällungsbildungen aus meist amorpher Kieselsäure als lockere bis verfestigte, poröse bis dichte, überkrustende oder konkretionäre, zumeist weiße Ablagerungen. Sie werden gebildet, wenn kieselsäurereiche wässrige Lösungen einer Veränderung der physikalisch-chemischen Bedingungen unterliegen. Dies ereignet sich z.B. durch Temperaturabsenkung an heißen Quellaustritten und führt zur Fällung von Opal. Beispiele sind die Geysire Nordamerikas.

(Letzte Aktualisierung dieser Seite: Last update : 20.01.2023 10:44:36)
© AG Geologie