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  Glossar
Fachliche Grundlagen > Genese und Geogenese > Geogenetische Definition > Lockergesteine > Moorbildungen

Einleitung - Moorbildungen (WEIDENFELLER, M., STEUERWALD, K. 2019)

Moorbildungen bestehen aus verschiedenen Torfen, die systematisch den Lockergesteinen zugeordnet werden. Sie entstehen in wassergesättigtem Milieu durch Anhäufung unvollständig zersetzten Pflanzenmaterials. Die wichtigsten Bildungsbedingungen sind hoher Wasserüberschuss und damit verbundener Sauerstoffmangel. Anmoore werden hier zu den Moorbildungen gestellt. Im Zuge der Nutzung und Melioration von Mooren kommt es zur Entwicklung von Moorfolgeböden, die unter den anthropogenen Bildungen als meliorativ veränderten Gesteinen zu finden sind.
Als Moore bezeichnet man die Entstehungsgebiete der Torfe. Die Torfarten bestimmt man, soweit möglich, nach den Pflanzen, die hauptsächlich zur Bildung der Torfe beigetragen haben oder deren Reste besonders kennzeichnend sind.
Moortypen sind nicht nach den Torfarten, sondern nach der Herkunft und Art des zur Vermoorung führenden Wassers definiert. Allgemein unterscheidet man Hoch- und Niedermoore. Außerdem werden häufig Übergangsmoore ausgegliedert, die vielfach auch teils zum Hochmoor, teils zum Niedermoor gerechnet werden. Neu gegenüber dem Geologischen Jahrbuch Reihe A, Heft 112 (HINZE et al. 1989) ist die Beschreibung der Überflutungsmoorbildung.
Nach ihrer Wasser- und Mineralstoffabhängigkeit werden folgende Moorbildungen unterschieden: → Anmoorbildung, → Niedermoortorf, → Übergangsmoortorf, → Hochmoortorf, → Überflutungsmoorbildung.

Literatur:
AD-HOC-AG BODEN (2005): Bodenkundliche Kartieranleitung. – 5. Aufl.; 438 S.; Hannover.
AMELUNG, W., BLUME, H.-P., FLEIGE, H., HORN, R., KANDELER, E., KÖGEL-KNABNER, I., KRETZSCHMAR, R., STAHR, K. & WILKE, B.-M. (2018): Scheffer / Schachtschabel – Lehrbuch der Bodenkunde. – 17. überarb. u. erg. Aufl.: 750 S.; Stuttgart (Springer Spektrum).
HINZE, C., JERZ, H., MENKE, B. & STAUDE, H. (1989): Geogenetische Definitionen quartärer Lockergesteine für die Geologische Karte 1 : 25 000 (GK 25). – Geologisches Jahrbuch, A 112: 243 S.
OVERBECK, F. (1975): Botanisch-geologische Moorkunde. –719 S.; Neumünster.
SUCCOW, M. & JOOSTEN, H. (Hrsg.) (2001): Landschaftsökologische Moorkunde. – 2. Aufl., 622 S.; Stuttgart (Schweizerbart).
(Letzte Aktualisierung dieser Seite: Last update : 01.04.2021 10:09:35)
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